Ob Narkose bei einer Operation, intensivmedizinische Betreuung oder Notfallversorgung – unser Zentrum (ZAINS) deckt ein breites Spektrum ab und ist rund um die Uhr für Sie da.
Startseite / Klinikstandort Emden / Medizin in Emden / Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin & Schmerztherapie
Das Zentrum für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie (ZAINS) der Zentralklinik Ostfriesische Meere ist für die interdisziplinäre Betreuung kritischer Patientinnen und Patienten zuständig und versorgt sie vor, während und nach einer Operation. Am Standort Emden erbringt das Zentrum anästhesiologische Leistungen für alle operativen Fachbereiche des Hauses und betreibt eine interdisziplinäre Intensivstation mit angeschlossener Intermediate Care.
Seit Oktober 2023 sind die Abteilungen des Zentrums standortübergreifend organisiert und wachsen weiter zusammen. So bündeln wir über die Standorte Aurich und Emden hinweg Erfahrung und Ressourcen für eine bestmögliche Versorgung rund um die Uhr.
Am Standort Emden betreuen wir im täglichen Betrieb sechs OP-Säle und wenden für alle operativ zu versorgenden Patientinnen und Patienten die gängigen Narkoseverfahren an: Unterschiedliche Versionen der Vollnarkose mit Beatmung sowie Kombinationsnarkose (Vollnarkose und Regionalanästhesie). Die Regionalanästhesie setzen wir für Eingriffe an den Extremitäten oder am Körperstamm ein. Vor jedem Eingriff findet ein Aufklärungsgespräch mit Medikamentenanamnese statt.
Auf unserer zertifizierten Intensivstation versorgen wir schwerkranke Patientinnen und Patienten rund um die Uhr an zehn Beatmungsbetten. Zum Leistungsspektrum zählen sämtliche Beatmungsverfahren, die Messung der Herzleistung (per Katheter und Ultraschall), die Anlage vorübergehender Herzschrittmachersysteme, Nierenersatzverfahren, diagnostische und therapeutische Lungenspiegelungen, Hirndruckmessung, die Punktionstracheotomie (Luftröhrenschnitt in Schlüssellochtechnik) sowie die Kühlungsbehandlung (Hypothermietherapie) nach einer Wiederbelebung.
Die IMC ist das Bindeglied zwischen Intensiv- und Normalstation. Sie hat direkten Anschluss an den Aufwachraum des OPs; auf gleicher Ebene liegt die Radiologie inklusive CT, sodass bei Notfällen schnell gehandelt werden kann.
Das Notarztteam am Standort Emden umfasst rund 20 Ärztinnen und Ärzte aus verschiedenen Abteilungen, alle mit Fachkundenachweis und langjähriger Erfahrung im Rettungsdienst. Das Zentrum stellt zudem Fachärzte für die Gruppe der Leitenden Notärzte (LNA) sowie den Ärztlichen Leiter Rettungsdienst der Stadt Emden. Für innerklinische Notfälle steht rund um die Uhr ein über einen zentralen Notruf erreichbares Wiederbelebungsteam bereit.
Dieses Konzept für Patientinnen und Patienten, die besonders schwer von der künstlichen Beatmung zu entwöhnen sind, verbindet die Beatmung mit Physiotherapie, Pneumologie und Sozialdienst. Zur Unterstützung setzen wir extrakorporale Systeme zur CO₂-Entfernung ein, die die Atemmuskulatur entlasten und eine frühe Spontanatmung ermöglichen.
Eine Sepsis (umgangssprachlich Blutvergiftung) ist die häufigste Todesursache bei Infektionskrankheiten und ein lebensbedrohlicher Zustand. Die Intensivmedizin am Standort Emden verfügt in der Behandlung von Sepsis und septischem Schock über ausgewiesene Expertise – durchschnittlich behandeln wir mehr als zwei Betroffene pro Woche.
Unser Engagement reicht über die Klinik hinaus. Seit 2013 sind wir Mitglied im Kompetenznetz Sepsis (SepNet), einem bundesweiten Zusammenschluss von 37 Kliniken. Wir führen ein eigenes Sepsis-Register (EmdSEP, seit 2006) mit Daten von über 1.500 Patientinnen und Patienten, publizieren regelmäßig und sind an internationalen Kongressen und mehreren großen Studien beteiligt. Darüber hinaus beteiligen wir uns am Deutschen Qualitätsbündnis Sepsis (DQS), das die sepsisbedingte Sterblichkeit in den beteiligten Kliniken senken will.
Für Patientinnen und Patienten mit akutem Lungenversagen (ARDS) ist unsere Intensivmedizin am Standort Emden exzellent gerüstet. Wenn es trotz moderner, lungenschonender Beatmung nicht gelingt, den Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen, stehen uns spezielle Verfahren zur Verfügung: die Oszillationsbeatmung mit einem Spezial-Beatmungsgerät sowie – seit 2014 – das ECMO-Verfahren (extrakorporale Membranoxygenierung), das ähnlich einer Dialysemaschine das Blut mit Sauerstoff anreichert.
Bei ARDS handelt es sich meist um sehr schwere Lungenentzündungen, aber auch um Unfälle mit Lungenverletzung. Dank dieser Verfahren können wir schwerste Verläufe vor Ort behandeln, ohne dass eine Verlegung in ein spezialisiertes Zentrum nötig ist. Die Emder Intensivmedizin ist Mitglied im ARDS-Netzwerk Deutschland und in der internationalen Extracorporeal Life Support Organization (ELSO).
Ärztliche Leitung Rettungsdienst, ATLS-Provider
ATLS-Provider
„Auf der Intensivstation zählt Teamarbeit:
Wir tragen die Verantwortung gemeinsam."
PD Dr. med. Markus Paxian
Chefarzt








Seit Oktober 2023 arbeiten die Abteilungen des Zentrums an unseren Klinikstandorten in Aurich und Emden standortübergreifend zusammen. So bündeln wir Erfahrung und Ressourcen für eine bestmögliche Versorgung rund um die Uhr.