Im Notfall zählt jede Minute. Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen für eine schnelle Orientierung – von den richtigen Anlaufstellen bis hin zu den wichtigsten Kontaktdaten und Hinweisen für medizinische Notfälle. So erhalten Sie im Ernstfall rasch die Unterstützung, die Sie benötigen.
Bei lebensbedrohlichen Notfällen rufen Sie die Rettungsleitstelle unter der europaweiten Notfallnummer an.
Montag–Freitag, 08:00–18:00 Uhr
Samstag, 10:00–17:30 Uhr
Sonntag geschlossen
Bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden
außerhalb der Sprechzeiten
Zuerst erfassen wir Ihre Daten – damit erteilen Sie uns den Behandlungsauftrag, und wir können Ihnen alle Befunde eindeutig zuordnen. Die Anmeldung kann auch durch Angehörige oder den Rettungsdienst erfolgen.
Eine speziell geschulte Pflegekraft legt die Behandlungsdringlichkeit fest, misst und dokumentiert Ihre Vitalzeichen (Blutdruck, Puls, Temperatur) und bestimmt die ersten Untersuchungsschritte.
In den Behandlungsräumen erfolgen die ärztliche Untersuchung und die pflegerischen Maßnahmen. Für lebensbedrohlich erkrankte oder verletzte Menschen steht ein Schockraum bereit. Nach der Untersuchung entscheiden wir, ob eine stationäre Aufnahme nötig ist oder Sie in die ambulante Weiterbehandlung entlassen werden.
Bitte bringen Sie mit:
Die Notaufnahme ist für Menschen mit akuten Erkrankungen oder Verletzungen vorgesehen, bei denen eine sofortige medizinische Behandlung notwendig ist.
Dazu gehören beispielsweise:
• starke Brustschmerzen,
• Atemnot,
• Anzeichen eines Schlaganfalls oder Herzinfarkts,
• schwere Verletzungen,
• starke Blutungen
• oder plötzlich auftretende, lebensbedrohliche Beschwerden.
Bei lebensbedrohlichen Situationen wählen Sie bitte umgehend den Notruf 112.
Wann in die Hausarztpraxis? Bei gesundheitlichen Problemen, die nicht dringend sind, ist in der Regel die Hausarztpraxis oder eine fachärztliche Praxis die richtige Anlaufstelle.
Außerhalb der regulären Sprechzeiten hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst bei akuten, aber nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen weiter.
Eine Selbsteinschätzung können Sie mit dem folgenden Tool der Kassenärztlichen Vereinigung vornehmen (externer Link): https://patientennavi.116117.de/askPlz.xhtml
Bereitschaftspraxen sind auch abends und am Wochenende für Sie da.
Alle Notfallpatientinnen und -patienten werden in einem strukturierten, wissenschaftlich überprüften Verfahren nach der Dringlichkeit ihrer Beschwerden eingeschätzt. Dieser Prozess wird „Triage“ genannt und von eigens geschulten (Fach-)Pflegekräften durchgeführt. Dabei erfolgt die Einteilung in eine von fünf Dringlichkeitsstufen, aus der sich die Reihenfolge der Behandlung ergibt. Wer als weniger dringlich eingestuft wird, wird trotzdem regelmäßig erneut gesichtet, um Verschlechterungen rechtzeitig zu erkennen. Dieses Verfahren kann dazu führen, dass später eingetroffene Patientinnen und Patienten früher behandelt werden – entscheidend ist allein die Schwere der Erkrankung.
Direkt nach Ihrer Ankunft führt speziell geschultes Pflegepersonal ein kurzes, strukturiertes Gespräch mit Ihnen. Dabei werden Ihre Beschwerden, Vorerkrankungen und erste Vitalwerte (z. B. Blutdruck, Puls, Sauerstoffsättigung) erfasst. Anhand festgelegter Kriterien wird daraus eine von fünf Dringlichkeitsstufen ermittelt, die jeweils einer Farbe zugeordnet ist:
Diese Ersteinschätzung ist keine Diagnose, sondern dient ausschließlich der Priorisierung. Die eigentliche ärztliche Untersuchung und Behandlung erfolgt im Anschluss.
Ja. Alle Patientinnen und Patienten werden nach dem Eintreffen der Ersteinschätzung unterzogen – für zu Fuß gekommene und mit dem Rettungsdienst gebrachte Menschen gilt dabei dasselbe Verfahren.
Jede Patientin und jeder Patient wird schnellstmöglich behandelt. Bei großem Andrang müssen wir nach der Dringlichkeitsstufe vorgehen, wofür wir um Verständnis bitten – lebensbedrohliche Notfälle müssen vorgezogen werden. Unser Personal behält dabei, auch digital unterstützt, den Überblick über alle Wartenden.
Nach der Ersteinschätzung übermittelt die zuständige Pflegekraft die Dringlichkeit über unser Patientendatenmanagementsystem an die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt und beginnt bereits mit ersten Untersuchungen. Es kann also sein, dass Ihr Fall schon in Abklärung ist, bevor Sie direkten Arztkontakt haben – so lässt sich zum Beispiel die Wartezeit auf Blutuntersuchungen deutlich verkürzen. Gesehen werden Sie in jedem Fall von einer Ärztin oder einem Arzt.
Je nach Ergebnis der ärztlichen Untersuchung und gegebenenfalls weiterer Diagnostik (Ultraschall, Röntgen, Labor) entscheidet das ärztliche Personal über eine stationäre Aufnahme oder die ambulante Weiterbehandlung. Bei ambulanter Behandlung erhalten Sie ein Informationsschreiben für sich und Ihre weiterbehandelnde Ärztin oder Ihren Arzt, in dem alle wesentlichen Ergebnisse festgehalten sind.
In der Notaufnahme wird jeder Fall grundsätzlich erneut geprüft. Dabei kann sich ein Zustand von allein oder durch unsere Behandlung gebessert haben, oder eine stationäre Aufnahme ist aus anderen Gründen nicht mehr nötig. Es ist daher möglich, dass Sie trotz einer Einweisung nach Untersuchung und Behandlung wieder nach Hause entlassen werden.
Um eine zügige und reibungslose Versorgung Ihrer Patientinnen und Patienten zu gewährleisten, bitten wir Sie, Notfallpatientinnen und -patienten nach Möglichkeit vorab telefonisch in unserer Zentralen Notaufnahme anzukündigen.
Die Zentrale Notaufnahme ist ausschließlich für die Behandlung akuter medizinischer Notfälle vorgesehen und rund um die Uhr geöffnet. Geplante stationäre Aufnahmen erfolgen direkt über die zuständigen Fachabteilungen und nicht über die Notaufnahme.
Patientinnen und Patienten mit nicht akuten oder bereits länger bestehenden Beschwerden, die einer weiterführenden Diagnostik oder spezialisierten Behandlung bedürfen, sollten in den entsprechenden Fachambulanzen oder Sprechstunden vorgestellt werden. Für diese Termine empfehlen wir eine vorherige telefonische Terminvereinbarung. Die Kontaktdaten finden Sie auf den jeweiligen Fachbereichsseiten.
• den Einweisungsschein mit der Kennzeichnung „Notfall“,
• alle für die aktuelle Behandlung relevanten Vorbefunde und Untersuchungsergebnisse.