Die Diagnose eines bösartigen Tumors verändert das Leben plötzlich und tiefgreifend. Wir behandeln Patientinnen und Patienten mit Tumorerkrankungen des Bauchraums umfassend, interdisziplinär und nach dem Prinzip der personalisierten Chirurgie.
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Die Diagnose eines bösartigen Tumors verändert das Leben der Betroffenen und deren Familien plötzlich und langfristig. Wir behandeln Patientinnen und Patienten mit Tumorerkrankungen umfassend und interdisziplinär. Dank individueller Behandlungskonzepte und modernster Technik können wir eine hochwertige, sichere und maßgeschneiderte Tumortherapie auf dem neuesten Stand der Medizin anbieten.
Wir behandeln Tumoren der Bauchspeicheldrüse (Pankreaskarzinom), des Magens (Magenkarzinom) und der Leber (Metastasen, HCC, Gallengangskarzinom). Steht eine Operation im Raum, verfolgen wir konsequent das Prinzip der personalisierten Chirurgie.
Nicht jede Tumorerkrankung erfordert sofort eine Operation. In der modernen Tumorchirurgie geht es darum, für jede Patientin und jeden Patienten die individuell beste Therapie zu finden. Personalisierte Chirurgie bedeutet für uns, die individuellen Wünsche und Wertvorstellungen unserer Patientinnen und Patienten ernst zu nehmen, sie umfassend zu informieren und gemeinsam eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Wir prüfen sorgfältig, ob eine Operation medizinisch sinnvoll und sicher möglich ist (Operabilität). Dabei berücksichtigen wir den allgemeinen Gesundheitszustand, mögliche Begleiterkrankungen und den zu erwartenden individuellen Nutzen: Verbessert die Operation die Heilungschancen, lindert sie Symptome oder steigert sie die Lebensqualität?
Eine Operation ist nicht immer der erste Schritt. Häufig ist sie zwischen anderen Therapien eingebettet, etwa Chemotherapie, Immuntherapie oder Bestrahlung. In unserer Tumorkonferenz legen wir gemeinsam fest, wann der richtige Zeitpunkt ist, damit die Operation die bestmögliche Wirkung entfaltet.
Unser Anspruch ist es, immer so schonend wie möglich zu operieren. Wenn machbar, setzen wir minimalinvasive (laparoskopische) Verfahren ein – mit kleineren Schnitten, weniger Schmerzen und schnellerer Erholung. In manchen Situationen ist eine offene Operation sicherer und langfristig erfolgreicher; dann wählen wir dieses Verfahren.
Pankreaschirurgie, obere GI-Tumoren und Privatpatienten
Mittwoch von 08:30 bis 12:30 Uhr und auf Anfrage
Nach Terminvereinbarung
Hepatobiliäre Chirurgie, obere GI-Tumoren und Robotik
Dienstag von 08:30 bis 12:30 Uhr
Nach Terminvereinbarung
Tumoren der Bauchspeicheldrüse werden abhängig von Lage, Ausdehnung und Operabilität individuell behandelt. Bei operablen Tumoren kann eine vollständige operative Entfernung des Tumors mit Entfernung des betroffenen Pankreasanteils und der zugehörigen Lymphknoten erfolgen – bei Tumoren im Pankreaskopf beispielsweise im Rahmen einer Whipple-Operation. Je nach Tumorstadium wird die Operation mit einer Vor- und/oder Nachbehandlung durch eine medikamentöse Tumortherapie kombiniert.
Bei Tumoren des Magens richtet sich die Behandlung insbesondere nach Lage, Größe und Ausbreitung des Tumors sowie nach dem individuellen Gesundheitszustand. Frühstadien können unter bestimmten Voraussetzungen endoskopisch entfernt werden; bei fortgeschritteneren, operablen Tumoren erfolgt eine teilweise oder vollständige Entfernung des Magens einschließlich der zugehörigen Lymphknoten. Je nach Tumorstadium wird die Operation in der Regel in ein multimodales Behandlungskonzept mit einer perioperativen Chemotherapie eingebunden.
Die Behandlung von Lebertumoren richtet sich nach der Art des Tumors, seiner Ausdehnung und der individuellen Leberfunktion. Bei Lebermetastasen und primären Lebertumoren kann – sofern eine vollständige Entfernung möglich ist – eine operative Leberresektion durchgeführt werden; bei geeigneten kleinen Tumoren kommen auch moderne lokale Verfahren wie die Radiofrequenz- oder Mikrowellenablation zum Einsatz. Beim Hepatozellulären Karzinom (HCC) stehen je nach Stadium unter anderem Resektion, Thermoablation und interventionelle Verfahren wie die transarterielle Chemoembolisation (TACE) zur Verfügung. Gallengangskarzinome können bei entsprechender Operabilität durch eine chirurgische Entfernung des betroffenen Leber- und Gallengangsanteils behandelt werden.
Tumoren des Dick- und Enddarms (Kolon- und Rektumkarzinome) behandeln wir gemeinsam mit dem zertifizierten Darmkrebszentrum an unserem Klinikstandort Aurich. So verbinden wir die chirurgische Expertise beider Standorte und stellen für Sie eine leitliniengerechte, interdisziplinäre Versorgung sicher.
Tumorchirurgie bezeichnet die operative Behandlung bösartiger Tumoren, z. B. von Magen, Bauchspeicheldrüse, Leber oder Darm. Ziel ist es, den Tumor sicher zu entfernen und die Heilungschancen zu verbessern.
Nicht jeder Tumor erfordert sofort eine Operation. Ob eine Operation sinnvoll ist, hängt von Tumorart, -größe, Lage, Begleiterkrankungen und der möglichen Wirksamkeit anderer Therapien ab.
Die Operation wird im Rahmen einer interdisziplinären Tumorkonferenz empfohlen. Hier besprechen Chirurgie, Onkologie, Radiologie und weitere Fachbereiche die optimale Therapie für jede Patientin und jeden Patienten.
Die Erholungszeit hängt von Art und Umfang der Operation ab. Viele Patientinnen und Patienten können nach wenigen Tagen mobil sein und nach ein bis zwei Wochen leichte Tätigkeiten aufnehmen. Die Rückkehr zu belastender Arbeit oder Sport erfolgt nach individueller Absprache.
Nach dem Eingriff erfolgt eine engmaschige Nachsorge mit Kontrolle von Heilungsverlauf, Laborwerten und ggf. weiterer Therapie (z. B. Chemotherapie oder Strahlentherapie). Ziel ist eine sichere Genesung und optimale langfristige Therapie.