Patientinnen und Patienten, die eine besondere Überwachung, Pflege oder Behandlung benötigen, werden bei uns von einem interdisziplinär besetzten Team betreut. Im Bereich der Intensivmedizin arbeiten alle beteiligten Fachbereiche eng zusammen, um jede und jeden Einzelnen bestmöglich zu versorgen.
Startseite / Klinikstandort Emden / Medizin in Emden / Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin & Schmerztherapie / Intensivmedizin & IMC-Station
Die Intensivstation und Intermediate Care Station (IMC) am Standort Emden arbeiten interdisziplinär, um eine optimale Behandlung zu ermöglichen. Die intensivmedizinische Therapie ist weitgehend standardisiert und seit 2019 von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie & Intensivmedizin (DGAI) zertifiziert. Hauptthemen der Emder Intensivmedizin sind die Behandlung der schweren Sepsis und des akuten Lungenversagens – hier liegen das besondere Engagement und die spezielle Kompetenz der Klinik.
Unsere interdisziplinäre Intensivstation befindet sich im 1. Stock des Hauptgebäudes (Aufzüge B) und verfügt über zehn Betten, die IMC über neun weitere. Jährlich betreuen wir auf der Intensivstation über 700 akut kritisch kranke Menschen – mit lebensbedrohlichen Erkrankungen, nach großen Operationen oder nach schweren Unfällen. Auf der interdisziplinären Intermediate-Care-Station werden jährlich rund 1.200 überwachungspflichtige Patientinnen und Patienten behandelt.
Die Intensivstation hat direkten Anschluss an den Aufwachraum des OPs; auf gleicher Ebene befindet sich die Radiologie inklusive CT, sodass bei Notfällen schnell gehandelt werden kann. Die personelle Besetzung wird nach dem Rotationsprinzip aus sämtlichen belegenden Kliniken gestellt, ergänzt um einen festen Stamm an Fachärztinnen und Fachärzten im Schichtdienst.
An zehn Beatmungsbetten bieten wir sämtliche Beatmungsverfahren an – invasiv wie nicht invasiv. Zur Sicherung der Atemwege führen wir Punktionstracheotomien durch, einen Luftröhrenschnitt in Schlüssellochtechnik. Langzeitbeatmete Patientinnen und Patienten begleiten wir bei der Entwöhnung vom Beatmungsgerät (Weaning), auch unter Einsatz extrakorporaler Verfahren.
Für die Behandlung des schweren Lungenversagens setzen wir spezielle Verfahren bis hin zu extrakorporalen Systemen ein, mit denen das Blut außerhalb des Körpers mit Sauerstoff angereichert wird.
Die moderne Behandlung schwerer Blutvergiftungen zählt zu unseren besonderen Schwerpunkten. Die Klinik ist Mitglied im SepNet-Studienkreis und dort wissenschaftlich aktiv.
Wir messen die Herzleistung sowohl per Katheter als auch mittels Ultraschall und können vorübergehende Herzschrittmachersysteme anlegen. Für Wiederbelebungsmaßnahmen steht ein mechanisches System zur Unterstützung bereit.
Bei eingeschränkter oder ausgefallener Nierenfunktion greifen wir auf verschiedene Nierenersatzverfahren zurück. Bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems ergänzen wir die Behandlung um die Immunadsorptionstherapie.
Zum Leistungsspektrum gehören außerdem diagnostische und therapeutische Lungenspiegelungen, Hirndruckmessung sowie die hirnschützende Kühlungsbehandlung (Hypothermiebehandlung) nach einer Wiederbelebung.
Für unser Team steht die umfassende Versorgung der Patientinnen und Patienten im Vordergrund. Es ist interdisziplinär und interprofessionell zusammengesetzt: Der ärztliche Dienst besteht aus Assistenz-, Fach- und Oberärztinnen und -ärzten. Der pflegerische Dienst umfasst Pflegefachkräfte sowie Mitarbeitende, die eine zweijährige Fachweiterbildung abgeschlossen haben oder sich noch in der Weiterbildung befinden.
Innerhalb des Teams haben sich Mitarbeitende auf bestimmte Bereiche spezialisiert und arbeiten kontinuierlich an der Weiterentwicklung von Standards und weiteren Maßnahmen der Qualitätssicherung. Regelmäßig finden Pflegevisiten statt; zudem besteht die Möglichkeit, ein Patiententagebuch zu führen.
Ergänzt wird das Team durch Physiotherapeutinnen und -therapeuten, Schmerz- und Atmungstherapeutinnen und -therapeuten, Stationshilfen, die Seelsorge, den Sozialdienst sowie Freiwillige im Bundesfreiwilligendienst. Wir alle verstehen uns als ein Team, das gemeinsam die bestmögliche Versorgung gewährleistet.
Die Intermediate Care Station (IMC) ist ein Bindeglied zwischen der Intensivpflege mit ihren umfassenden therapeutischen und intensivpflegerischen Möglichkeiten und der Normalstation. Die Patientenzimmer sind neben der Monitoranlage mit Spritzenpumpen, Infusionspumpen und Anschlüssen für medizinische Gase ausgestattet. Zusätzlich ist auch hier die nicht invasive Beatmungs- sowie High-Flow-Therapie möglich. Zur Überwachung steht zudem die invasive Blutdruckmessung zur Verfügung.
Die Intermediate-Care-Station (1. Stock im Hauptgebäude, Aufzüge B, bitte klingeln) verfügt über neun Betten und wird interdisziplinär betreut. Jährlich werden hier rund 1.200 überwachungspflichtige Patientinnen und Patienten behandelt.








Seit Oktober 2023 arbeiten die Abteilungen des Zentrums an unseren Klinikstandorten in Aurich und Emden standortübergreifend zusammen. So bündeln wir Erfahrung und Ressourcen für eine bestmögliche Versorgung rund um die Uhr.