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Emden

Modernisierung der Gastroenterologie in Emden

Neue Endoskope, Kapselkameras für den Dünndarm und zusätzliche Fachkräfte erweitern die Möglichkeiten in der Diagnostik.
Foto: m01n digitalagentur

Neue Medizintechnik und zusätzliche Fachkräfte erweitern die Möglichkeiten in der Diagnostik.

Der Klinikstandort Emden hat seine gastroenterologische Abteilung in den vergangenen Monaten umfassend technisch modernisiert und damit die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten deutlich erweitert. Im Mittelpunkt der Investitionen stehen neue Endoskopie-Türme, moderne Koloskope und flexible Endoskope der neuesten Generation, die eine präzisere und schonendere Untersuchung des Magen-Darm-Trakts ermöglichen.

Eine bedeutende Erweiterung des medizintechnischen Angebots stellen innovative Kapselendoskopie-Systeme dar. Diese ermöglichen eine besonders patientenfreundliche Untersuchung des Dünndarms, indem eine kleine Kamera in Kapselform den Verdauungstrakt durchläuft und hochauflösende Bilder liefert. Ergänzend wurde auch die High-Resolution-Manometrie-Technik erneuert, die insbesondere bei Funktionsstörungen der Speiseröhre eine entscheidende Rolle in der differenzierten Diagnostik spielt. Die neuen Geräte ermöglichen modernste Impedanztechnik, wodurch neben der grundsätzlichen Funktionsfähigkeit des Organs nun auch dessen Effektivität beim Nahrungstransport messbar wird. Die Impedanztechnik unterstützt außerdem die Diagnostik bei Beschwerden durch Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre (Reflux). Nicht nur können dadurch alle Reflux-Arten untersucht werden, die neue Technik liefert außerdem Informationen zu Höhe und Zusammensetzung des Rückflusses, wodurch die Diagnoseergebnisse noch aussagekräftiger werden. Besonders bei Patienten mit unklaren oder anhaltenden Symptomen ist dies eine wichtige Behandlungsgrundlage.

„Mit diesen Investitionen stärken wir nachhaltig die diagnostische Qualität und können unseren Patientinnen und Patienten eine noch individuellere und sicherere Versorgung anbieten“, erklärt Dr. Richard Kampmann, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie.

„Mit der Modernisierung der gastroenterologischen Medizintechnik schaffen wir nicht nur im Bestand eine deutliche Verbesserung in der Diagnostik, sondern wir haben, wie bei allen Neuanschaffungen, bereits die Zentralklinik Ostfriesische Meere im Blick. Mit diesem Schritt erreichen wir frühzeitig eine Angleichung der Gerätehersteller zwischen unseren Klinikstandorten Aurich und Emden, was den Umzug und den Start in der neuen Klinik für diesen Funktionsbereich deutlich vereinfachen wird“, ergänzt Krankenhausdirektor Tilman Winkler.

Neben der technischen Modernisierung wurde auch der Personalbereich weiterentwickelt. So konnte das Team der Gastroenterologie durch zusätzliche Fachkräfte verstärkt werden, um die wachsenden Anforderungen in Diagnostik und Behandlung optimal zu bewältigen. Zuletzt konnte Oberarzt Dr. Martin Reckels gewonnen werden, der als ehemaliger Chefarzt des Borromäus Hospitals in Leer den Patientinnen und Patienten der Region bereits als Experte auf seinem Gebiet bekannt ist. Der Personalausbau erfolgt begleitend zur technischen Erneuerung und trägt zur weiteren Stabilisierung der Versorgungsqualität bei.

Mit der Kombination aus modernster Medizintechnik und personeller Verstärkung setzt der Klinikstandort Emden ein klares Zeichen für die Zukunftsfähigkeit seiner gastroenterologischen Versorgung und die kontinuierliche Verbesserung der Patientenbetreuung.

Klinik für Gastroenterologie

Mehr über die Diagnostik, das Team und die Sprechzeiten der Gastroenterologie am Klinikstandort Emden.

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