Die Viszeralchirurgie behandelt Erkrankungen im Bauchraum wie Gallensteine, Hernien oder Darmkrebs. Wo immer möglich, operieren wir schonend per Schlüssellochtechnik statt mit einem großen Bauchschnitt.
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Die Viszeralchirurgie befasst sich mit Erkrankungen im Bauchraum, etwa der Gallenblase, des Magens, des Darms und der Leber. Wo immer möglich, operieren wir minimalinvasiv per Schlüssellochtechnik, also über kleine Hautschnitte. Das bedeutet kleinere Wunden, weniger Schmerzen und eine schnellere Genesung. Manche Erkrankungen lassen sich aber nur mit einem klassischen Bauchschnitt sicher behandeln.
Als zertifiziertes Kompetenzzentrum für koloproktologische Chirurgie sind wir auf die Diagnostik und operative Behandlung von Erkrankungen des Dickdarms (Kolon), Enddarms (Rektum) und Afters spezialisiert. Seit 2023 unterstreicht zusätzlich die Zertifizierung als Darmkrebszentrum unsere Expertise bei der Begleitung von Menschen mit Darmkrebs und anderen Tumoren des Magen-Darm-Trakts von der Diagnose bis zur Nachsorge. Häufig versorgen wir außerdem Leisten-, Nabel- und Narbenbrüche (Hernien) und entfernen Gallensteine, die zu schmerzhaften Entzündungen führen, mitsamt der Gallenblase. Unterstützt durch modernste Technik bieten wir ein hohes Maß an Sicherheit bei den Eingriffen.
Gallensteine können Schmerzen im rechten Oberbauch, Entzündungen der Gallenblase und der Bauchspeicheldrüse, Nahrungsmittelunverträglichkeit und Durchfälle auslösen. Wir entfernen die Gallenblase mitsamt den Steinen meist schonend per Schlüssellochchirurgie – in der Regel bleiben Sie dafür nur kurze Zeit im Krankenhaus.
Ein Leistenbruch kann in jedem Alter auftreten und sollte bei Beschwerden zeitnah operiert werden, weil sonst innere Organe einklemmen können. Je nach Befund operieren wir schonend per Schlüssellochchirurgie oder über einen kleinen Schnitt.
Kleinere Nabelbrüche werden meist ambulant operiert, größere oder kompliziertere stationär – häufig per Schlüssellochchirurgie mit einem stützenden Kunststoffnetz zur dauerhaften Stabilisierung der Bauchdecke.
Diese Brüche entstehen häufig im Bereich früherer Operationsnarben. Je nach Größe und Lage operieren wir schonend per Schlüssellochchirurgie oder klassisch über einen Bauchschnitt, meist mit einem stützenden Kunststoffnetz.
Bei Verdacht auf eine Blinddarmentzündung muss meist zügig operiert werden, um Komplikationen zu vermeiden. Der Eingriff erfolgt in der Regel schonend per Bauchspiegelung (Schlüssellochchirurgie) und dauert nicht lange.
Divertikel sind kleine Ausstülpungen der Darmwand, die sich entzünden können (Divertikulitis). Bei wiederholten Entzündungen oder Komplikationen entfernen wir den betroffenen Darmabschnitt, meist schonend per Bauchspiegelung.
Diese chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen werden meist konservativ von unseren Gastroenterologinnen und Gastroenterologen behandelt. Wirkt die Medikation nicht ausreichend, entfernen wir den betroffenen Darmabschnitt operativ.
Bei krankhafter Vergrößerung, Verletzung oder Tumoren der Milz kann eine operative Entfernung notwendig sein. Da die Milz eine Rolle im Immunsystem spielt, empfehlen wir danach bestimmte Schutzimpfungen.
Als zertifiziertes Darmkrebszentrum entfernen wir bösartige Tumoren des Dick- und Mastdarms mitsamt umliegendem Gewebe, wenn möglich unter Erhalt des natürlichen Darmausgangs, und begleiten Sie interdisziplinär bis zur Nachsorge.
Tumoren des Dünndarms sind selten und werden individuell behandelt. Je nach Befund entfernen wir das betroffene Gewebe operativ, abgestimmt in einer interdisziplinären Tumorkonferenz mit der Onkologie und weiteren Fachrichtungen.