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Endoprothetikzentrum

Wenn ein Gelenk durch Verschleiß oder Verletzung so stark geschädigt ist, dass Bewegung nur noch unter Schmerzen möglich ist, kann ein künstliches Gelenk helfen. In unserem zertifizierten Endoprothetikzentrum ersetzen wir Hüft-, Knie- und Schultergelenke und geben Ihnen so wichtige Beweglichkeit zurück.

Unfallchirurgie & Orthopädie

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  • Auf Zuweisung von Orthopäden und Chirurgen, mittwochs nach telefonischer Vereinbarung
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Künstliche Gelenke für mehr Beweglichkeit

Wenn Gelenke durch Verletzungen oder Verschleißerkrankungen so stark zerstört sind, dass Betroffene sich nur noch unter starken Schmerzen bewegen können, kann der Einsatz eines künstlichen Gelenks sinnvoll sein. In der Regel erfolgt dieser Schritt erst, wenn konservative Therapien mit Medikamenten und Physiotherapie keine Besserung gebracht haben. 

Besonders bei älteren Menschen ist eine Gelenkprothese sinnvoll, da die Gelenke durch altersbedingte Erkrankungen wie Arthrose (Gelenkverschleiß) und Gicht stark angegriffen sein können. Während eines stationären Aufenthalts ersetzen wir das beschädigte Gelenk durch ein künstliches Implantat. Bereits in der Klinik bereiten wir Sie mit ambulanten Rehabilitationsmaßnahmen auf die anschließende Reha vor.

Hüftprothese

Das Hüftgelenk ist eines der am stärksten belasteten Gelenke des Körpers und hält hohen Belastungen nur stand, wenn Knorpel und Muskulatur gesund sind. Länger andauernde Fehlbelastung kann den Knorpel schädigen oder die schützende Knorpelschicht abbauen; auch ein Bruch des Hüftgelenks oder eine Arthrose (Gelenkverschleiß) können das Gelenk stark beschädigen. Ein künstliches Gelenk bietet dann die Chance auf Schmerzfreiheit und mehr Bewegung.

Welche Endoprothese und welche Art der Verankerung geeignet sind, hängt vor allem von Gesundheitszustand, Knochenqualität und körperlicher Aktivität ab. Um die Hüftprothese fest mit dem körpereigenen Knochen zu verbinden, wird das Implantat in den Knochen zementiert oder zementfrei verklemmt bzw. geschraubt. Auch ein minimal-invasiver und damit schonender Eingriff (Schlüssellochchirurgie) ist häufig möglich.

Bereits einen Tag nach der Operation kann mit ersten Bewegungsübungen begonnen werden. Erfahrene Physiotherapeutinnen und -therapeuten starten die Mobilisation schon im Liegen mit Beuge- und Streckübungen. Die anschließende Heilbehandlung kann ambulant oder stationär in einer Reha-Einrichtung erfolgen – die Planung übernehmen Sie gemeinsam mit unserem spezialisierten Sozialdienst, der auch alle erforderlichen Schritte einleitet.

Knieprothese

Das Kniegelenk ist für die Mobilität von großer Bedeutung – ohne volle Funktion sind Gehen, Laufen und Springen deutlich eingeschränkt. Bei starker Knorpelschädigung und weit fortgeschrittener Arthrose reichen konservative oder operative Behandlungen oft nicht mehr aus. Dann kann ein künstliches Gelenk hohe Bewegungsfreiheit ohne Schmerzen wiederherstellen.

Die Wahl der richtigen Knie-Endoprothese
Die abgenutzten Knorpeloberflächen von Oberschenkelrolle und Schienbeinkopf werden durch eine Oberschenkelprothese, eine Unterschenkelprothese und gegebenenfalls eine künstliche Kniescheibe ersetzt. Bei der Wahl der passenden Prothese berücksichtigen wir individuelle Faktoren wie Geschlecht, Körperbau, Knochenqualität, Gesundheitszustand und Lebensgewohnheiten.

Einseitige (unikondyläre) Knie-Endoprothese
Ist nur ein Teil des Gelenks erkrankt, wird das künstliche Gelenk nur in die betroffene Gelenkrolle des Oberschenkelknochens und die zugehörige Gleitfläche des Schienbeinkopfs eingesetzt.

Doppelseitiger (bikondylärer) Oberflächenersatz
Hier werden die verschlissenen Oberflächen beider Gelenkrollen und des Schienbeinkopfs ersetzt. Da die Komponenten für Oberschenkel und Schienbein mechanisch nicht miteinander verbunden sind, ist die Führungsstabilität der körpereigenen Kniebänder eine notwendige Voraussetzung.

Nach der Operation unterstützen erfahrene Physiotherapeutinnen und -therapeuten Sie bei den ersten Bewegungen – die Mobilisation beginnt schon im Liegen, um die Muskulatur zu stärken und normale Bewegungsabläufe zu üben. Die anschließende Reha kann ambulant oder stationär erfolgen; bei Auswahl und weiteren Schritten unterstützt Sie unser Sozialdienst.

Schulterprothese

Das Schultergelenk ist ein Kugelgelenk mit hoher Beweglichkeit. Häufigste Ursache für eine Erkrankung sind altersbedingte Verschleißerscheinungen, die entweder die Rotatorenmanschette (die Muskel-Sehnen-Kappe der Schulter) oder – in Form einer Arthrose – den Gelenkknorpel betreffen.

Die Wahl der richtigen Schulter-Endoprothese
Größen- und Winkelverhältnisse von Oberarmkopf und Gelenkpfanne sind bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt, weshalb wir das Vorgehen individuell festlegen.

Ersatz des Oberarmkopfes bei Arthrose
In bestimmten Fällen reicht es aus, nur den Oberarmkopf durch eine Endoprothese zu ersetzen – nämlich dann, wenn die Gelenkpfanne noch einen ausreichenden Knorpelüberzug hat und nicht zu stark verformt ist.

Ersatz des Oberarmkopfes und der Gelenkpfanne bei Arthrose
Sind beide Gelenkteile schwer geschädigt und deutlich verformt, werden beide ersetzt. Mit einer solchen Schultertotalendoprothese haben Patientinnen und Patienten in der Regel deutlich weniger Schmerzen und eine bessere Beweglichkeit als mit einer reinen Oberarmkopfprothese.

Gelenkersatz bei Arthrose und schwerem Sehnenschaden
Kommt zur Arthrose eine starke Schädigung der Rotatorenmanschette hinzu, kann eine spezielle Endoprothese nötig sein: die inverse (umgekehrte) Endoprothese. Dabei wird – anders als bei herkömmlichen Schultertotalendoprothesen – der Prothesenkopf an der Gelenkpfanne verankert. So ist die Gelenkbewegung nicht auf die Rotatorenmanschette angewiesen: Die fehlende Kraft der geschädigten Sehnen wird ausgeglichen, sodass der Arm wieder angehoben und abgespreizt werden kann.

Auch nach einer Schulteroperation ist frühe Bewegung wichtig. Schon einen Tag nach dem Eingriff üben Sie mit erfahrenen Physiotherapeutinnen und -therapeuten erste Bewegungsabläufe, später kommen Übungen zum Muskelaufbau hinzu. Die anschließenden Reha-Maßnahmen können ambulant oder stationär erfolgen; dabei unterstützt Sie unser Sozialdienst bei der Auswahl und leitet die erforderlichen Schritte ein.

Zertifiziertes Endoprothetikzentrum

Als zertifiziertes Endoprothetikzentrum (EndoCert) erfüllt unsere Klinik hohe Qualitätsansprüche beim Einsatz und Wechsel künstlicher Schulter-, Knie- und Hüftgelenke. Regelmäßige Überprüfungen bestätigen diese Qualität immer wieder aufs Neue. Unsere Behandlungsqualität liegt statistisch nachgewiesen sogar deutlich über einem Großteil der zertifizierten Kliniken.

Ein künstliches Gelenk gibt Ihnen zurück, was Schmerzen genommen haben: die Freiheit, sich wieder zu bewegen.

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