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STATAMED ist eine innovative Versorgungsform, die den stationären und ambulanten Bereich verbindet. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte können Patientinnen und Patienten mit allgemeinmedizinischen Beschwerden, die die Möglichkeiten in der Praxis übersteigen, im Rahmen des STATAMED-Projekts in das Krankenhaus einweisen. Dabei stehen sie in engem Austausch mit den Ärztinnen und Ärzten im RGZ. Das Ziel ist eine ganzheitliche allgemeinmedizinische Versorgung mit kurzen stationären Aufenthalten.
Ältere Patientinnen und Patienten leiden oft an mehreren Erkrankungen zugleich. Auf unserer Bettenstation werden sie über Nacht oder für einige Tage von einem interdisziplinären Team behandelt. Im Rahmen des STATAMED-Projekts arbeiten die ärztliche Leitung und die mobilen Pflegekräfte, sogenannte „Flying Nurses“ eng mit teilnehmenden Arztpraxen, Rettungsdiensten sowie ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen zusammen. Dadurch können unnötige Einweisungen in Notaufnahmen der umliegenden Kliniken vermieden werden.
Unseren Patientinnen und Patienten ermöglicht das Konzept eine gezielte und gut geplante stationäre Behandlung sowie eine schnelle Entlassung. So können sie schnellstmöglich wieder in ihre vertraute Umgebung zurückkehren und werden dort bei Bedarf noch bis zu vier Wochen von den aus der Klinik bekannten Pflegekräften weiterbetreut. Eine telemedizinische Anbindung steht hierfür zur Verfügung.
Als Folge des demografischen Wandels gibt es immer mehr ältere Patientinnen und Patienten. Oft besteht für sie nur ein kurzer und niedrigschwelliger Behandlungsbedarf in der Notaufnahme. In Zeiten überlasteter Notaufnahmen, unnötiger Aufnahmen in die stationäre Versorgung und des Fachkräftemangels kann dies schon bei schätzungsweise 20 % vermeidbarer Behandlungen die Kapazitäten für dringende Notfälle erheblich einschränken.
Um dies zu verhindern und mit neuen Versorgungsstrukturen die Notaufnahmen der umliegenden Kliniken zu entlasten, wurde in Zusammenarbeit mit der AOK das durch den Innovationsfonds geförderte Projekt STATAMED (Stationäre Allgemeinmedizin) eingeführt. Auch nach dem Ende des Förderzeitraums im April 2026 wird das Projekt im RGZ Norden gemeinsam mit der AOK Niedersachsen weiter fortgeführt.
Das STATAMED-Konzept baut sektorale Brücken zwischen Kliniken und Arztpraxen auf, um die Notaufnahmen umliegender Kliniken zu entlasten und die Anzahl vermeidbarer stationärer Aufnahmen zu verringern. Das führt zu einer Optimierung der medizinischen Versorgung und verbessert zugleich die Patientensicherheit. Daraus ergeben sich Perspektiven für Kliniken in ländlichen und strukturschwachen Regionen, für die das STATAMED-Programm durch die enge Verzahnung der vorhandenen medizinischen Ressourcen sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich erhebliche Chancen bietet.
Das Projekt ist an die folgende Zielgruppe gebunden:
Mehr zum Projekt STATAMED erhalten Sie auf den Seiten der AOK und des Gemeinsamen Bundesausschusses.